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Die Geschichte der Maus

Als die Mäuse laufen lernten

Bereits im Jahre 1963/64 arbeitete ein Team rund um den Wissenschaftler Dr. Douglas C. Engelbart im kalifornischen San Francisco an Zeigergeräten, unter anderem an dem Prototyp der Computermaus. Diese, noch mit Rädern ausgestattete Maus, wurde 4 Jahre später

öffentlich in den U.S.A vorgestellt, rief aber wenig Begeisterung hervor, da man die Eingabe von Befehlen per Tastaturkürzel vornahm und Änderungen skeptisch entgegenstand.

Nahezu Zeitgleich entwickelte das deutsche Unternehmen Telefunken ein ähnliches Eingabegerät, die Rollkugel. Telefunken war es auch, die als erstes Unternehmen mit dieser Neuentwicklung kommerziell handelte. In den 70er Jahren entwickelte dann Xerox den Klassiker unter den Mäusen, die Kugelmaus. Zunächst floppte die Entwicklung am Markt, da die Preise bei ca. $ 400,- pro Maus lagen.

Der Siegeszug der Maus

Apple gelang es dann in den 80er Jahren die Maus für jedermann bezahlbar zu machen und löste wenig später eine wahre Mäuseplage aus. Der Siegeszug der Computer und Mäuse in die privaten Haushalte hatte begonnen!

Erst Ende der 90er Jahre wurden die klassischen, auf mechanischer Erfassung basierende Kugelmäuse, von den optischen Mäusen verdrängt. Ein optische Sensor unter der Maus erfasst hier die Bewegungen auf der Unterlage oder dem Mousepad. 2004 kamen neben den mit LED-Licht arbeitenden Mäusen, die Lasermäuse auf den Markt, welche im Gegensatz zu den LED-Mäusen, keine Schwächen auf transparenten oder spiegelnden Oberflächen haben.

Mehr als nur graue Mäuse

Heute ist die Maus vom modernen Schreibtisch kaum noch weg zu denken. Aber längst ist sie kein graues Eingabegerät mehr, sondern spiegelt den Geschmack und die individuellen Bedürfnisse der Nutzer wieder. Die einst graue Maus ist vielfältig in Farben, Formen und Designs geworden. Die ergonomische Maus für Vielnutzer, die Gamer-Maus, Mäuse für Rechts- und Linkshänder, selbst wasserfeste Mäuse – da fragt man sich für welchen Zweck – sind im Fachhandel erhältlich.

Ob sich Dr. Douglas C. Engelbart jemals hat träumen lassen, welchen Weg seine Erfindung nehmen würde?